Vertreter des Außenministeriums, des EP und Mitglieder beider Kammern des Parlaments nehmen an Konferenz „Deutsche Lager, polnische Helden” teil

Der stellvertretende Außenminister Jan Dziedziczak und der Vizepräsident des Europaparlaments Ryszard Czarnecki sind Gäste der Konferenz „Wie war es wirklich? Deutsche Lager, polnische Helden”. Die Konferenz wird vom Łukasiewicz-Institut organisiert. Die ehrenhafte Schirmherrschaft übernahm der Präsident der Republik Polen Andrzej Duda. Ihre Teilname haben ebenfalls Szymon Szynkowski vel Sęk (Parlamentsabgeordneter und Chef der Polnisch-Deutschen Parlamentariergruppe), Prof. Jan Żaryn (Mitglied des Senats), Maciej Świrski (Vorsitzender der Organisation „Imageschutz – Polnische Liga gegen Verleumdung”/“Reduta Dobrego Imienia – Polska Liga Przeciw Znieslawieniom“), Mateusz Szpytma (Vizechef des Instituts für Nationales Gedenken IPN und Mitbegründer des Museums der polnischen Judenretter) angekündigt. Eingeladene Gäste diskutieren im Rahmen des Projekts, das durch das Außenministerium mitfinanziert wird.

Die Tagung findet am 15. November 2016 statt. Tagungsbeginn ist für 11.00 Uhr vorgesehen. Tagungsort ist  Raum 14 im Gebäude G des polnischen Sejm.

Höhepunkt der Konferenz wird die Podiumsdiskussion sein, an der sich die wichtigsten Vetreter der polnischen Öffentlichkeit beteiligen, wie etwa Historiker, Mitarbeiter von Museen sowie Organisationen, die Einfluss auf polnische historische Politik haben. Zu Beginn der Konferenz wird die Initiative des Łukasiewicz-Instituts vorgestellt, in deren Rahmen das Internetportal  www.jakbylonaprawde.pl geschaffen wurde.

Die Helden der geposteten Materialien sind ehemalige Häftlinge der deutschen Konzentrationslager, u.a. Überlebende von Auschwitz-Birkenau, Groß-Rosen und Ravensbrück. Alle Inhalte wurden ins Englische und ins Deutsche übersetzt. Nach der Konferenz erhalten 300 amerikanische, britische sowie deutsche Redaktionen ein E-Info-Pakiet, das den Zweiten Weltkrieg aus polnischer Perspektive schildert. Das Institut bereitet darüber hinaus in drei Sprachfassungen eine Publikation vor, die im November dieses Jahres an thematisch mit dem Zweiten Weltkrieg verbundene Gedenkstätten und Museen verschickt wird.

Das Projekt ist die Antwort auf die Formulierung «polnische Konzentrationslager«, die in ausländischen Medien benutzt wird. Das Außenministerium der Republik Polen hat allein 2008-2014 über 600 Mal gegen diese Wortfügung  eingreifen müssen. Diese Bezeichnung kam in  Massenmedien von 36 Ländern zum Vorschein. Das Projekt „Wie war es wirklich? Deutsche Lager, polnische Helden” ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken (IPN) und dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau entstanden. Unsere weiteren Projektpartner sind: Museum der polnischen Geschichte, Museum des Warschauer Aufstandes, Polnische Historische Gesellschaft, das KARTA Zentrum, Polnisch-Deutsche Parlamentariergruppe sowie Polnische Post und Polnische Wertpapierdruckerei.